Description
Die Segelyacht GALILEO strandete beim Sturm in Porto Andratx auf Mallorca am 29. Oktober 2008.
Das Video zeigt die Bergung der Segelyacht aus Stahl mit Hilfe von Luftsäcken, die unter dem Schiff angebracht werden um sie anzuheben und dadurch von der Untiefe wegschleppen zu können.
Die Bergeleute und Taucher gingen dabei ziemlich planlos vor. Im Video fällt auf, daß die Steuerbordseite der Yacht zunächst mit drei kleinen orangefarbenen Luftsäcken angeboben wird. Als die Taucher bemerken, daß das Resultat zum Freischleppen nicht ausreicht, setzt man darunter einen großen gelben Luftsack, muß aus diesem dann die Luft teilweise wieder ablassen, um umständlich die kleinen Luftsäcke wieder zu entfernen.
Das gleiche Spiel ereignet sich am Heck: Erst kleine orangene Luftsäcke, dann ein großer gelber Luftsack.
Leider hatte ich kurz vor Ende der Bergung, die sich einige Stunden hinzog, keinen vollen Akku mehr in der Kamera, sodaß ich aufhören mußte zu Filmen, als die Yacht fast frei war.
Ansehen konnte ich jedoch, daß die Yacht Galileo zunächst freigeschleppt wurde. Nachdem man die Leinen löste, "vergaß" man die Yacht zu sichern, sodaß sie wieder auf die Untiefe getrieben wurde und man sie eine Stunde lang erneut freischleppen mußte.
Drei Stunden später konnte ich dann das Kranen filmen.
Die Schäden halten sich in Grenzen. Außer einigen Kratzern und ein paar Beulen ist der Stahlrumpf fast unversehrt.
Denkt man an die Beneteau Oceanis 423 Clipper, die keine 100 Meter entfernt gesunken ist, sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob GFK im Ernstfall wirklich der geeignete Baustoff für Yachten ist, auch wenn er gewisse Vorteile mit sich bringt.
Die Vorteile sind in erster Linie geringeres Gewicht, kein Rost, weniger Pflegeaufwand.
Gravierende Nachteile sind ebenfalls das geringere Gewicht (in bestimmten Situationen) und die geringere Stabilität, begrenzte Lebensdauer, aufwändige und teure Entsorgung am Lebensende einer Yacht (ein Stahlrumpf ist voll recyclebar).