Die Inselgruppe Islas Cabreras mit ihrer Hauptinsel Cabrera und 18 weiteren kleineren Inseln liegt südlich von Mallorca und steht seit 1991 unter Naturschutz.
Vorher wurde sie ausschließlich vom Militär als Außenposten genutzt.
Auf der Insel Cabrera, der einzigen bewohnten, leben eine Fischerfamilie und die Betreiber der kleinen Bar.
Ansonsten gibt einige Mitarbeiter der Naturschutzbehörde sowie Beamte der Guardia Civil, die dort wochenweise ihren Dienst versehen.
Zur Zeit gibt es außerdem viele Bauarbeiter auf der Insel, die die Gebäude des Dorfes renovieren sowie die Kasernen des ehemaligen Militärstützpunktes.
Für den Besuch der Inselgruppe ist eine Genehmigung zu beantragen, von der es 3 Arten gibt:
a. Befahren des in den Seekarten und durch Bojen markierten Bereiches der Islas Cabreras, ohne das Recht, eine der Bojen nutzen zu dürfen.
b. Übernachten und Festmachen an einer der in Port de Cabrera ausgebrachten Bojen
c. Tauchen in den dafür vorgesehenen Bereichen
In den Sommermonaten gibt es die Genehmigung für eine Übernachtung max. für 1 Nacht, in der Zwischensaison für 2 Nächte und in den Wintermonaten bis zu einer Woche.
Das Castell de Cabrera ist einen Besuch wert. Zunächst wegen des unvergleichlichen Ausblicks über den ganzen Hafen mit seiner wunderschönen Bucht und einen Großteil der Inseln, außerdem wegen der Geschichte von Cabrera, über die man im Castell lesen kann.
Im Jahre 1809, während Spanien gegen die Truppen Napoleon`s kämpfte, wurden ca. 6.000 bis 9.000 französische Kriegsgefangene nach Cabrera gebracht, die man weitgehend sich selbst überließ, d.h. ohne Verpflegung, ohne Unterkünfte und Kleidung. Als man die Gefangenen 5 Jahre später, im Jahre 1814, nach Kreisende abholte, fand man nur noch 3.600 Franzosen.
Die Fauna und Flora der Inseln weist 450 verschiedene Arten auf. Im glasklaren Wasser kann man mehr als 100 Meter weit sehen und auch der Meeresgrund ist bei 20 Meter Tiefe noch sichtbar.
Eine kleine Kneipe, die ca. bis zum Jahr 2000 von den dort stationierten Soldaten betrieben wurde, bietet von einem erstklassigen "Café con Leche", über eine kernige Sangria bis zum Bocadillo alles, was das Seglerherz zwischendurch begehrt.
Wer auf spanisch, französisch oder englisch (leider nicht auf deutsch) weitere Informationen über die Islas Cabreras und andere spanische Naturschutzgebiete sucht, dem sei diese Seite empfohlen:
Informationen über Islas Cabreras und andere spanische Naturschutzgebiete